Das Boot und die Alarmglocken

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Stell’ dir vor, du gehst auf eine Reise. Mit einem Boot. Zum ersten Mal.

Stell’ dir weiter vor, es ist dein Boot.

Was würdest du mitnehmen?
Badesachen, Sonnencreme, Zahnbürste, warmen Pulli, kurze und lange Hose, Regenjacke, Nahrungsmittel, Getränke – UND natürlich ein Ziel. Also das, wo deine Reise per Boot hingehen soll. Richtig?

Nun weißt du ja sicher schon längst, dass wenn du wo ankommen willst, du wie beim Navi auch ein konkretes Ziel eingeben musst. Sonst ist die Marschrichtung ja gar nicht klar.

Nehmen wir also an, du hast dein Ziel ganz klar, korrekt und ordentlich eingegeben.

Du fährst bzw. paddelst also los.

Und dann geht es im Zick-Zack dahin. Ständig kommen Querwellen, Windstöße und andere Störfaktoren, die dich am zügigen Vorankommen hindern, an deinem Boot an. Du denkst dir: nun habe ich doch die Ultra-High-End-Paddel und das geniale Boot der neuesten Technik. Jetzt müsste ich doch auch ganz leicht und einfach vorwärts kommen.

 

 

Doch weit gefehlt. Es geht eher mit Schneckentempo voran. 5 Meter vor, 2 zurück. Frustrierend…

Hast du eine Idee, was du vergessen haben könntest mit ins Boot zu nehmen? Was fehlt?

Kannst du dir vorstellen, dass es dein Unterbewusstsein sein könnte, das fehlt…?

 

Die Alarmglocken schrillen

Tatsache ist: Du willst mit dem Boot weg von dem Standort, wo du warst. Du steuerst ein (neues) Ziel an – und auf diese ganz neue Art und Weise. Was passiert? Dein Inneres wehrt sich dagegen. Alles ist so fremd und unbekannt. In deinem inneren System schrillen alle Alarmglocken! Es könnte ja ganz gefährlich sein, sich einfach so auf den Weg zu machen – oder etwa nicht?

Dein Unterbewusstsein arbeitet nicht mit dir, sondern gegen dich, weil es dich vor vermeintlichen Gefahren und Unbillen schützen will. Es unterstützt dich jetzt gerade mal gar nicht! Deshalb funktioniert’s mit dem Vorankommen im Boot auch nicht.

 

Was also tun?

Meine 5 Tipps, wie du dein Unterbewusstsein mit ins Boot holen kannst:

  • Sei dir bewusst, dass dein Unterbewusstsein es ist, das dich (und dein Lebens-Boot) steuert.
  • Horche in dich hinein: welche Stimme/n meldet/n sich da? Was sagt der Zweifler oder Angsthase in dir? Gib diesen Stimmen Raum. Beschäftige dich mit ihren Argumenten und stelle Gegenargumente auf. Also: warum du keine Angst haben musst oder warum das Vorhaben gelingen wird. Jeweils 5 Argumente; schriftlich.
  • Achte auf deine Gefühle und deinen inneren Widerstand. Welche blockierenden Glaubenssätze zeigen sich? Notiere sie dir. Schreibe für jeden blockierenden mindestens 3 förderliche, unterstützende Glaubenssätze auf. Lies’ sie dir täglich durch – für mindestens 21 Tage. Dann sollte dein System/dein Unterbewusstsein diese unterstützenden Sätze übernommen, d.h. integriert haben.
  • Gib deinem Unterbewusstsein Gründe, warum es gut für es – und damit für dich – ist, dieses Ziel zu erreichen. Gehe gefühlsmäßig ans anvisierte Ziel, wie wenn du es schon erreicht hättest und lasse alles, was du an diesem Ziel Positives erfährst, zu. Genieße deine inneren Bilder und Filme. Wenn du magst, schreibe sie sogar auf.
    In der Folge kannst du mehrmals täglich in dieses Ziel-Gefühl gehen. Am besten morgens gleich nach dem Aufwachen und abends kurz vorm Einschlafen. Da fließt es am leichtesten ins Unterbewusstsein ein, weil wir noch nicht bzw. nicht mehr ganz im Tagesbewusstsein drin sind.
  • Nimm’ dir eine Tasse deines Lieblings-Kaffees oder -Tees und träume…

 

Ich wünsche dir eine gute Reise!  🙂

 

 

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