Alles Party – oder was? Lernstoff…

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Es war einmal ein Nachbarhaus…

Du kennst das ja wahrscheinlich auch:
die Nachbarn feiern, amüsieren sich nebenan/über dir/unter dir/im Garten/auf dem Balkon.

Schön, dass sie Spaß haben.

Wenn der Nachbar aber nicht da wohnt, sondern ein professioneller Anbieter mit Party-Vermietung ist, dann kommt das eben öfter vor – und ist irgendwann nicht mehr so lustig.

 

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Doch dazu erzähle ich dir mal meine Geschichte von neulich…

Nun war also wieder – schon zum ca. 10. Mal für dieses Jahr – die Hochzeits- und Geburtstags-Feier-Saison eröffnet, in meiner direkten Nachbarschaft.

Es kann ja mal ganz nett oder lustig sein, direkt nebenan Party-Stimmung zu haben, vor allem, wenn mir die Musik gut gefällt und ich fußwippend im Takt der Musik in meinem Wohnzimmer sitze. Wenn das allerdings nach 5, 6 oder mehr Stunden immer noch so ist oder mir die Musik nicht gefällt oder einfach stört, dann hört’s irgendwann auf mit der Lustigkeit.

Nachdem in letzter Zeit schon mehrfach die “Zwangsbeschallung” in meinem Wohnzimmer unerfreuliche Ausmaße angenommen hatte, habe ich mich entschieden, der Lokalität einen klärenden Besuch abzustatten. Ich wohne seit Jahren in dem Haus, an prädestinierter Stelle, was die Feier-Location nebenan angeht. Von anderen Nachbarn hatte ich noch nie mitbekommen, dass jemand ein Gespräch geführt hätte.

Nun ging ich also kurzentschlossen zur Lokalität, will sagen Hotel, um freundlich, aber bestimmt weiterzugeben, wie ich mich fühle, wenn ich in meiner Feierabenderholung und Nachtruhe eingeschränkt bin. Denn: es könnte ja sein, dass sich noch nie jemand beschwert hat – und folglich die Verantwortlichen ohne Rückmeldung gar nicht wissen, wie sehr die Nachbarschaft im wahrsten Sinne des Wortes mitbebt – so meine Überlegungen.  🙂

Meine Gesprächspartnerin war ganz erschrocken, glaubte mir auf’s Wort, weil es ihr selber schon öfter sehr laut vorgekommen war. Und tatsächlich: es hatte sich noch niemals ein Nachbar gemeldet. Und so dachte die Dame, es sei alles in Ordnung – klar! Was hätte sie auch sonst denken sollen?

 

Was ich damit nun sagen will: 

Gehe nicht davon aus, dass dein Gegenüber weiß, was mit dir ist und wie’s dir geht. Das kann es nur, wenn du das auch geäußert hast. Und zwar ganz klar. Freundlich. Nicht angreifend.

 

Ich bin niemand, die wegen solchen Sachen gleich Rabatz macht oder die Polizei anruft. Das finde ich doof. Doch diesmal war’s einfach genug. Deshalb habe ich mir überlegt, wie ich damit umgehe und bin für mich (und die Familie) eingestanden. Ich bin stolz auf mich, dass ich das so regeln konnte. Und dass ich mich getraut habe, etwas zu sagen  und meine Grenzen aufzuzeigen – obwohl das keiner der Nachbarn jemals gemacht hat!

Mir wurde ganz freundlich angeboten, dass ich jederzeit mitten in der Nacht anrufen könne, damit die Lautstärke reduziert wird.

Tja, und dann wurde ich (inklusive Familie) auch noch ins hoteleigene Restaurant eingeladen! Einfach so!

Und weißt du was? Ich werde tatsächlich diese Einladung – entgegen meiner sonstigen Gewohnheiten – annehmen. Ich sehe sie als ein Geben, wo mir etwas genommen wurde: meine Ruhe. Ein sehr schönes Entgegenkommen und Ausgleich. Das hat mich wirklich gefreut; danke!

Ganz schön was dazugelernt!!!  🙂

Hast du auch eine Geschichte für mich und meinen Blog? Ich freue mich, wenn du sie uns hier mitteilst.

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