Tiefe Löcher – und 3 Erfolgs-Tipps, wie Du schnell wieder raus kommst

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Sag mal, kennst Du auch diese Momente, Tage oder gar Wochen, wo es Dich plötzlich mir-nichts-dir-nichts in ein tiefes, tiefes Loch befördert?

Das geht manchmal schneller, als Du kucken oder denken kannst! Schwuppsdiwupps hängst Du im Loch.

Ich zumindest kenne das sehr gut. Gerade in letzter Zeit hatte und habe ich mehrere Bereiche in meinem Leben, in denen es alles andere, als rund läuft. Du kennst das vielleicht auch, dass Du dann das Gefühl hast:  jetzt darf nichts mehr dazu kommen, sonst weiß ich nicht mehr ein, noch aus…

Was passiert da?

Du bist (und ich darf auch sagen: ich bin) nicht (mehr) in Deiner (meiner) Mitte. Etwas ist geschehen, was mich komplett raus katapultiert hat:

  • Eine schlechte Nachricht
  • Ein körperlicher Schmerz
  • Eine Erkrankung
  • Ein Streit
  • Eine Kündigung
  • Geldverlust
  • Ein Unfall
  • Ein schlechter Tag…

Kommen mehrere der oben genannten Punkte innerhalb kurzer Zeit zusammen, geht das Ins-Loch-Fallen besonders schnell!

Was uns herunter zieht, das sind immer die gleichen Themen: Gesundheit, Beziehungen/Zwischenmenschliches, Job, Finanzen/Sicherheit. Und was passiert dann? Ängste ploppen hoch – um unser Leben, unsere Sicherheit und Überleben, um unsere Beziehung/Partnerschaft; also Verlust-, Existenz-, Überlebens-Ängste.

Wir glauben plötzlich, dem „Leben“ ausgeliefert zu sein. Unfähig, ungeliebt, todkrank, verachtet, missachtet, verspottet, benachteiligt und zu nichts nutze zu sein. Wir zweifeln an uns und unserem Leben. Grübeln, hadern, können uns selbst nicht leiden und nicht verstehen. Eben gerade war doch noch alles gut!

Über eines dürfen wir uns sicher sein:
Das Leben meint es trotzdem gut mit uns. Es ist nur in dem Moment eine neue (Weiter-) Entwicklung angesagt, neues Dazu-Lernen, Angstfrei-Werden, über unseren Schatten springen können.
Ich weiß, gar nicht so einfach…

Was passiert dann mit uns?

Wir landen in einem Loch, graben uns spiralenförmig nach unten ein. Weil bei uns – oder besser in uns – ein Punkt angetriggert wurde, den man auch „Schmerzpunkt“ nennen könnte. Es geschieht etwas, eine vermeintliche Kleinigkeit, und schon sausen wir nach unten. Mit unserer Energie, unserem (Wohl)Gefühl, der Laune. Im Gegenzug steigert sich der Frust ins schier Unermessliche, die Ängste genauso. Wir sehen uns unter Brücken oder auf Parkbänken schlafen und meinen, dass wir niemals wieder irgendetwas schaffen können.

Ich möchte hier nicht erörtern, was dahintersteckt und wieso unser Gesamt-System in uns die Ängste und schlechte Gefühle hoch holt oder auch vorgaukelt. Das wäre nochmal ein neues Thema… Doch weiter im Text:

Wir werden mit einem „alten“ Schmerz konfrontiert. Aber meist völlig unbewusst. Das macht es ja so schwer verständlich. Denn der Verstand kann uns da überhaupt nicht weiterhelfen! Wir werden von dem unbewussten Schmerz, den alten Emotionen gesteuert. Sind nicht mehr fähig, selbst das Ruder in die Hand zu nehmen oder in der Hand zu behalten. Es reißt uns mit wie ein schnell fließender Strom…

Warum?

Wenn Du in Dich hineinhorchst, kannst Du vielleicht erahnen, was die konkrete Jetzt-Situation mit alten, unbewussten Erfahrungen zu tun hat. Ein altes, ungutes Gefühl, das urplötzlich und völlig aus dem damaligen Zusammenhang herausgerissen, sich in neuem Kleid präsentiert. Sehr unangenehm.

Du könntest Dich jetzt auf die Suche nach dem früheren Zeitpunkt machen: „Was war das damals genau?“ Könntest Dir jede Menge unnützer Fragen stellen: „Wieso ist das passiert?“, „Warum passiert es mir jetzt wieder?“, „Was habe ich falsch gemacht?“. Es gibt noch viele Fragen mehr, die Du Dir stellen könntest. Bloß sind die nicht förderlich und bringen Dich nicht weiter. Du gräbst Dich höchstens noch tiefer ins Loch…

Dann lieber so…

Hör auf, Dir Fragen zu stellen, die Dich selbst in Frage stellen. Und wenn Du schon fragen willst, dann lieber in Richtung Lösung.
Zum Beispiel: „Was tut mir JETZT gut?“

Und wenn das eine Runde Heulen ist, dann ist das auch gut und wird Dir helfen. Wenn es eine kleine Auszeit ist, die Du brauchst, gehe eine Runde spazieren oder joggen. Wenn Du merkst, da ist so unglaublich viel Druck in Dir: lasse beim Autofahren einen Urschrei los oder hüpfe zu Deinem Lieblingslied durch die Gegend. Du glaubst gar nicht, wie befreiend das ist!!!

„Wie kann ich die Situation dahingehend verbessern – so wie ich sie gerne hätte?“ ist eine weitere Frage.

Oder „Wie will ich mich fühlen?“ (wenn ich vom Gehaltsverhandlungs-/Vorstellungs-Gespräch komme / an meinem x.ten Geburtstag / nachdem ich die Wohnungsbesichtigung hatte / wenn der Kauf-Interessent für Auto/Haus/Briefmarkensammlung wieder geht).

Damit erreichst Du schon mal, dass Du Dich auf die positive Zukunft ausrichtest – und nicht mehr in der Vergangenheit gräbst oder darüber haderst.

Meine konkreten Erfolgs-Tipps für Abhilfe

Tipp # 1)

Geht ganz leicht und ganz schnell und ist mit einem Wort beschrieben:

ATMEN

  • Setze Dich in Ruhe und entspannt hin, schalte mögliche Störquellen ab.
  • Atme.
  • Verfolge den Weg Deines Atems durch Deinen Körper – beim Einatmen.
  • Stelle Dir vor, Du atmest Ruhe/Frieden/Gesundheit (oder was Du magst) ganz bewusst, langsam und tief ein.
  • Und dann atmest Du, ganz langsam und lange, Stress und Hektik/Streit/Gesundheitliche Dysbalancen und Unwohlsein (oder was Du magst) bewusst aus.
  • Wenn sich am Körper Druck oder Verspannung zeigen, atme bewusst genau dort hin. So lange, bis es sich auflöst.
  • Atme ganz tief ein und auch lange aus.
  • Hole erst wieder Luft, wenn der Impuls dazu da ist.
  • Konzentriere Dich voll und ganz auf Deinen Atem – und Du bist völlig bei Dir und im Hier und Jetzt.

Damit kommst Du ganz schnell aus Deiner Spirale von Sorgen-Machen, Negativ-Denken und Dich Unwohl-Fühlen raus und lädst Dich mit guter Energie und gesunden Emotionen auf. Du denkst nicht mehr an gestern oder morgen, sondern bist ganz im Sein. Eine gute Verschnaufpause für den Verstand und Erholung für den Körper. Es reichen schon 5 bis 10 Minuten. Regelmäßigkeit sorgt natürlich für mehr Nachhaltigkeit, als eine einmalige Atem-Übung.

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Tipp # 2

Räume Dir die alte, unangenehme Emotion aus dem Weg, will sagen entferne sie aus Deinem System:
Klopf Dich frei!

Nutze dazu EFT – Emotional Freedom Techniques, eine Klopftechnik, bei der standardisiert immer wieder die gleichen Punkte an Kopf und Oberkörper (und bei Bedarf an den Fingern) geklopft werden. Das Ziel: Belastende Emotionen, die immer auch auf der Körper-Ebene abgespeichert sind, von eben dieser Körper-Ebene zu entkoppeln. Nachhaltig.

Wenn Du also dieses unangenehme Gefühl loswerden möchtest, weil es ein altes ist und in Deiner heutigen Situation gar nichts mehr verloren hat, dann kannst Du es mit EFT entkoppeln. Auch alle hinderlichen, blockierenden Gefühle, von denen Du gar nicht weißt, woher sie kommen, sind gut mit EFT zu transformieren.

Hier die EFT-Anleitung:

  • Benenne die negative Emotion oder einen Deiner Glaubenssätze, was sich gerade bei Dir zeigt und/oder was gerade eben durch eine Person, Situation, einen Konflikt (evtl auch als Körper-Symptom) hochkommt (z.B. „Mein Perfektionismus“, „Mein Unwohlsein“, „Diese Angst“, „Diese Wut“ oder auch „Meine Knie-Schmerzen“).
    Benenne den Glaubenssatz / die Emotion / den Konflikt-Punkt ganz konkret und sage/denke das drei Mal während Du auf die Handkante klopfst.
  • Lege für Dich fest, auf welchem Wert der Stress und die Belastung mit der Emotion/Thema für Dich liegt – auf einer Skala von 1 bis 10 (1 = wenig, 10 = viel), nachdem Du Dich schon gut eingefühlt hast.
  • Es ist egal, mit welcher Hand Du zu klopfen beginnst. Nimm dazu die Fingerkuppen von Mittel- und Zeigefinger.
  • Nimm als „Einstiegspunkt“ die rechte oder linke Außen-Handkante auf Höhe des Ansatzes des kleinen Fingers (auch Karate-Punkt genannt).
  • Beklopfe die Handkante mit den Fingerspitzen von Zeige- und Mittelfinger der anderen Hand (Rechtshänder nehmen meist die rechte, Linkshänder die linke Hand zum Klopfen) drei Mal zum Einstieg in die EFT-Session, während Du Dich ganz in Deine Emotion vertiefst. Du kannst Dir dabei auch innerlich sagen „Diese Traurigkeit“ oder was immer sich gerade zeigt. Das war der Einstieg.
  • Als nächstes klopfst Du jeden der nachfolgend beschriebenen Punkte 0 bis 7 mehrmals (ca. 5-10 Mal). Du gehst von Punkt 0 (mehrfach klopfen) zu Punkt 1 (mehrfach klopfen) zu Punkt 2 (mehrfach klopfen) usw., während Du Dich tief auf das unangenehme Gefühl einlässt.
  • Die für Dich passende Klopf-Geschwindigkeit stellt sich automatisch ein.
  • Nun die Punkte: 0 = der Punkt ist am Schädel oben in der Mitte, dem Scheitel.
  • 1 = Augenbrauen-Ansatz zwischen den Augenbrauen, auch Drittes Auge genannt.
  • 2 = die Schläfe/n (die Seite ist egal bzw. Du kannst auch mit beiden Händen beide Schläfen gleichzeitig beklopfen).
  • 3 = unter dem Auge/den Augen, auf dem Jochbein (auch hier geht es beidseitig).
  • 4 = zwischen Nase und Oberlippe.
  • 5 = zwischen Unterlippe und Kinn (im Grübchen).
  • 6 = zwei kleine Kuhlen unterhalb des Schlüsselbeins, auf der Brust zwischen den Schlüsselbeinen und dem Brustbein, rechts und links (ich beklopfe hier immer den rechten und linkem Punkt gleichzeitig: am besten gespreizten Daumen und Mittelfinger einer Hand nehmen). Der Abstand der gespreizten Finger ist meist auch der Abstand der beiden fühlbaren Kuhlen rechts und links.
  • 7 = unter der Achsel, seitlicher Brustkorb – BH-Höhe für die Frauen (ganze Handinnenfläche nehmen).
  • Du bleibst während des Klopfens immer weiter mit Deiner Aufmerksamkeit bei  dem Glaubenssatz /  der negativen Emotion / dem Konflikt-Thema  bei Punkt 0, dem Scheitel (inkl. dem tiefen Reinfühlen jeweils), dann Punkt 1 (Augenbraue), 2 bis 7. Immer wieder Glaubenssatz / negative Emotion / Stichwort zum Konflikt-Thema laut oder still wiederholen!
  • Über den Glaubenssatz oder das Konflikt-Thema zeigt sich eine Emotion. Je tiefer Du in der Emotion drin bist, umso besser und wirkungsvoller ist die EFT-Sitzung in der Regel.
  • Wenn die Emotion ganz heftig ist, so dass Du Dich kaum konzentrieren kannst, dann klopfe einfach nur die Punkte durch. Das reicht schon. Du wirst sehen, es wird besser!
  • Jetzt machst Du eine kleine Pause; atmest mal tief durch.
  • Lege noch einmal anhand der Skala von 1 bis 10 fest, wie sehr Dich die Emotion jetzt noch belastet (1 = niedrig, 10 = hoch).
  • Dann kannst Du mit einer neuen Klopf-Runde starten. Wiederhole die Punkte 0 bis 7; am besten in mehreren Runden (3 – 5 Mal insgesamt) – bis es sich gut anfühlt. Mache dann eine Pause, wenn es sich für Dich richtig anfühlt.
  • Es könnte sein, dass sich zwischendurch die Emotion verändert. Dass z.B. nach der Wut sich eine Traurigkeit oder Trauer zeigt – oder umgekehrt. Oder das ein Körper-Symptom oder ein Schmerz wandert. Das alles ist völlig ok! Auch wenn Tränen fließen wollen… Es löst sich etwas Aufgestautes und verflüssigt sich; gut! Immer schön weiterklopfen…
  • Du merkst vielleicht irgendwann einen Zeitpunkt, wo es kippt. Wo Du feststellst, es wird jetzt leichter oder positiv oder es ist einfach gut.
  • Klopfe dann noch eine Runde zusätzlich (Punkte 0-7), und Du kannst aufhören, wenn Du Dich dann auch gut fühlst. Deine erste EFT-Sitzung ist beendet.
  • Solltest Du merken, dass es fast gut ist, aber nicht ganz gut wird, kannst Du so weiterklopfen: „Der Rest von…“ oder „Alles, was jetzt noch da ist“.
  • Die Möglichkeit eines individuellen Einstiegs-Satzes möchte ich nur am Rande erwähnen. Eine nähere Erklärung würde für diesen Artikel hier jetzt zu weit führen.
  • Ein letzter Tipp: Lasse bei Deiner Klopf-Sitzung die Augen OFFEN! Damit bleibst Du mit Deiner Aufmerksamkeit im Hier und Jetzt und driftest nicht in innere Welten ab!
  • Doch jetzt: Einfach KLOPFEN oder „Keep on tapping“ wie der Begründer Gary Craig sagen würde…

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Tipp # 3

Lege Dir eine Stärke-Liste an. Für die „schlechten“ Zeiten…

  • Nimm Dir ein schönes Büchlein, eine Kladde oder gestalte Dir ein ansprechendes word-Dokument für Deine Liste, wenn Dir das gefällt.
  • Lege mindestens 20 Spalten an.
  • Setze Dich in aller Ruhe bei Deinem Lieblingsgetränk hin und schreibe mindestens 20 Stärken, Fähigkeiten oder positive Eigenschaften von Dir auf.
  • Das können auch ganz praktische Dinge sein wie Rasenmähen, Kochen, Häkeln, Kindererziehen, Rumblödeln und dergleichen. Alles, was Du gut kannst. Oder was Andere von Dir sagen, dass Du es gut kannst (z.B. Zuhören, Trösten).
  • Auch wenn Du möglicherweise anfangs meinst, dass Du nicht so viele Stärken hast oder von Dir kennst: Du wirst sie finden! Frag auch gerne Deine beste FreundIn oder Lieblings-KollegIn.

Diese Liste legst Du Dir an für Zeiten, in denen es Dir nicht so gut geht. Wenn Du also ganz tief im Loch drin hängst. Wenn Du glaubst, dass es Dir so schnell nicht wieder gut gehen könnte. Immer wenn es Dir die Füße unterm Boden wegzieht. Oder auch einfach mal nur so.

Sie zu lesen wird Dich unglaublich aufbauen! Halte sie also in Ehren, Deine Stärke-Liste! Mache sie Dir schön. Gib ihr einen guten Platz, wo Du sie jederzeit zur Hand hast und vielleicht auch täglich lesen kannst.

Nun kannst Du ganz gezielt und einfach mit meinen Aus-Dem-Loch-Auftauch-Tipps Deine schlechten Zeiten verändern. Ich wünsche Dir ganz viel Erfolg damit!

Wenn Du das lieber nicht alleine machen möchtest, so hast Du drei Möglichkeiten:

  • Entweder Du kommst zu einer meiner Gruppen-Abende, um zusammen in der Gruppe Themen zu bearbeiten und neue Methoden dazuzulernen und gemeinsam anzuwenden.
  • Oder Du kommst zu einer Sitzung zu mir in meine Augsburger Praxis und bleibst so an Deinem Thema dran.
  • Oder Du buchst eine Online-Sitzung (über Skype, Facetime u.ä.) mit mir, um mit meiner Unterstützung effizient voran zu kommen.

Wie auch immer:
Ich freue mich, Dich persönlich kennenzulernen!

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Ciao und bis bald

Deine Heidrun

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