Die Bohnen des Dankes – oder ein Gedankenanstoß zur aktuellen Lage…

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Liebe Freunde,

es geschieht im Moment so viel Intensives, das meiste davon hört, liest und fühlt sich schrecklich an. Darauf möchte ich nicht näher eingehen…

Denn es hilft niemandem, sich in dessen Leid zu verstricken und sich mit in den Abwärtsstrudel ziehen zu lassen. Angst ist nicht der Schlüssel!!!

Deshalb habe ich heute eine kleine Geschichte als Gedankenanstoß für euch:

Die Bohnen des Dankes

Man erzählt sich die Geschichte von einer Weisen, die sehr alt wurde und tief glücklich lebte.

Sie war eine große Lebensgenießerin und verließ das Haus nie, ohne sich eine Hand voll Bohnen einzustecken. Sie tat dies nicht um die Bohnen zu kauen. Nein, sie nahm sie mit, um die schönen Momente des Lebens bewusster wahrnehmen und um sie besser zählen zu können.

Für jede Kleinigkeit, die sie tagsüber erlebte – zum Beispiel einen fröhlichen Schwatz auf der Straße, ein köstliches Brot, einen Moment der Stille, das Lachen eines Menschen, eine Tasse Kaffee, eine Berührung des Herzens, einen schattigen Platz in der Mittagshitze, das Zwitschern eines Vogels – für alles, was die Sinne und das Herz erfreute, ließ sie eine Bohne von der rechten in die linke Jackentasche wandern. Manchmal waren es gleich zwei oder drei. Abends dann saß sie Zuhause und zählte die Bohnen aus der linken Jackentasche. Sie zelebrierte diese Minuten.

So führte sie sich vor Augen, wie viel Schönes ihr an diesem Tag widerfahren war und freute sich. Und sogar an einem Abend an dem sie bloß eine Bohne zählte, war der Tag gelungen – es hatte sich gelohnt, ihn zu leben.

Märchen aus Afrika

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