Der Tod und das Leben

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Du erschrickst vielleicht, wenn Du den Titel liest…?! Der Tod und das Leben… Ist das so? Warum?

Viele Menschen haben Angst vor dem Tod. Das Tabu-Thema schlechthin. Jeder wird mit seiner eigenen Sterblichkeit konfrontiert, denkt unter Umständen auch an kürzliche, schmerzliche Verluste. Denn der Tod wird gleichgesetzt mit: das Leben ist zu Ende. Doch das sehe ich etwas anders. Es ist „nur“ in diesem Körper zu Ende, doch die Seele existiert weiter – in diesem Universum.

Ich weiß, das klingt jetzt für Dich vielleicht sehr esoterisch und abgehoben. Doch ich meine es genauso wie ich es sage. Und ich weiß in meinem tiefen Inneren – auch durch meine bisherigen Erfahrungen in meinem Arbeiten – dass es stimmt.

Wir wissen ja auch alle, zumindest vom Kopf und Verstand her, dass es Rhythmen sind, die uns begleiten. Dass erst etwas sterben muss, wenn etwas Neues entstehen soll und will. Dass sich erst neue Türen öffnen, wenn alte geschlossen wurden.

 

 

Das „Sterben und Werden“ zieht sich gänzlich durch die Natur und ihre Rhythmen hindurch. Gerade sind wir jahreszeitlich in einer Phase, wo das Zurückziehen der Natur während des Winters langsam endet und sich alles darauf vorbereitet – innerlich und noch nicht wirklich sichtbar – im Frühling seine volle Kraft zu entfalten. Im Sommer steht dann alles in voller Blüte, die Ernte erfolgt im Herbst, wonach dann wieder alles „stirbt“, um im darauffolgenden Frühling in neuem Kleid und voller Kraft wieder zu erstrahlen.

Warum schreibe ich jetzt darüber?

Wie immer, sind meine Themen recht persönlich. Dieses Mal, weil es in meinem Umfeld einen Todesfall gibt. Das hat mich zum Reflektieren und erneut Auseinandersetzen mit dem Thema „Tod und Leben“ angeregt. Ich möchte mit meinem Artikel ein wenig dazu beitragen, dass sich die Angst bei Dir als LeserIn vielleicht ein klitzekleines bisschen verringert. Das wäre wirklich mein Wunsch an Dich.

Ich kenne eine alte, weise Dame, die jedes Mal, wenn jemand stirbt, aus tiefstem Herzen freudig sagt: „Oh, wie schön. Jetzt hat sie (diese Person) es geschafft, und ihr geht es gut.“ Und das meint sie wirklich so. Auch als ihr eigener Mann und kurz davor ihr Sohn die Dimension gewechselt hatten vor wenigen Jahren, war das ihre Formulierung. Das finde ich bewundernswert. Sie dachte nicht an ihr persönliches Leid, ihre Trauer und das Vermissen, sondern fokussierte ihr Denken auf den Menschen, der es jetzt leichter hat.

Bei den Hinterbliebenen bleibt unweigerlich immer auch Trauer zurück, in verschiedenen Phasen, die sehr herausfordernd sein können. Das ist ganz natürlich und wichtig, um den Trauerprozess auf eine gesunde Art und Weise durchleben zu können. Die alten Erinnerungen und Erfahrungen mit dem gegangenen Menschen tauchen wieder auf, besondere Begegnungen ploppen hoch – und damit natürlich auch die traurigen Gefühle, weil es keine neuen Erfahrungen und Begegnungen auf dieser Ebene mit dem Menschen mehr geben kann und wird.

Das Wichtige und Hilfreiche meiner Meinung nach ist, wenn wir uns auf Folgendes besinnen:
Was hat uns dieser Mensch gelehrt? Was hat er uns mitgegeben? Selbst wenn es unangenehme Begegnungen gab, haben sie uns etwas vermittelt, und wir haben etwas dazugelernt, wenn wir dafür offen waren.

So können wir das Gute mitnehmen, was uns dieser Mensch hinterlassen hat. Und es ergibt sich auch ein Sinn aus seinem Leben, den wir für uns konstruktiv aus der Beziehung zu dieser Person mitnehmen. Je näher wir uns standen, umso intensiver…

Was wäre, wenn…
…es tatsächlich so etwas wie ein „Himmel“ gäbe? Also ein Ort, an dem die Seelen unserer Lieben gut aufgehoben wären. An dem sie sich wohlfühlen – ohne die schmerzliche Begrenzung und Einschränkung ihres physischen (vielleicht kranken) Körpers, den sie hinter sich gelassen haben. Wäre das nicht schön? Und ganz beruhigend? So gar nicht angstmachend?

Lasse dieses Bild gerne mal eine Weile in Dir wirken. Wenn Du mir (persönlich oder direkt hier unterhalb als Kommentar) etwas dazu schreiben möchtest, freue ich mich!

Genieße die Zeit auf Erden in dem Gefährt Deines physischen Körpers.
Es würde mich freuen, wenn ich Dir mit meinem Artikel ein wenig Hoffnung und Freude auf eine Zeit machen konnte, die jenseits des physischen Körpers liegt – und in der sich wahrscheinlich schon einige Seelen, die Du kennst – aus Deiner Familie und dem Freundeskreis – aufhalten.

Herzliche Seelen-Grüße

Heidrun

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